
Digitalisierte Zeitungen Stadtarchiv Frankfurt (Oder)
Das Stadtarchiv Frankfurt (Oder) überliefert Zeitungen, die in der Stadt und in der Region erschienen sind. Die Zeitungen werden derzeit digitalisiert und schrittweise hier online bereitgestellt. In der Datenbank der Archivbibliothek sind stadthistorisch bedeutende Zeitungartikel einzeln erfasst worden. Für die Recherche nach diesen Artikeln nutzen Sie parallel den ► OPAC, ermitteln dort die entsprechende Zeitung und das Erscheinungsdatum und kehren anschließend für die Lektüre hierher zurück.
Ausgewählte Zeitungen:
Die Digitalisierung und Online-Bereitstellung der Frankfurter Oderzeitung wurde gefördert durch das brandenburgische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur.

Die Universitäts- und Handelsstadt Frankfurt an der Oder war in der Frühen Neuzeit ein bedeutender Standort des Buchdrucks und seit dem 19. Jahrhundert Druck- und Verlagsort von lokal und regional erscheinenden Zeitungen. Ab 1773 gab Carl Renatus Hausen die „Neue Frankfurter Gelehrte Anzeigen“ heraus. Von 1811 bis 1880 erschien wöchentlich, während der Handelsmessen täglich, das von Professor Christian Wilhelm Spieker herausgegebene „Frankfurter Patriotische Wochenblatt“. Die Wochenzeitung druckte nicht nur das wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Tagesgeschehen ab, sondern auch historische Darstellungen und Quellen. Wegen der stetigen Zunahme an Nachrichten ging dieses Wochenblatt 1880 in die täglich erscheinende „Frankfurter Oderzeitung“ über. Sie war die wichtigste Zeitung für das östliche Brandenburg beiderseits der Oder. Am 15. April 1945 erschien die letzte Ausgabe. Aufgrund der kriegsbedingten archivischen Überlieferungslücken, vor allem für das 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, bilden das Frankfurter Patriotische Wochenblatt und die Frankfurter Oderzeitung die wichtigste Ersatzüberlieferung zur Stadt- und Regionalgeschichte.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab die Sozialdemokratische Partei die Zeitung „Der Märker“ und die Kommunistische Partei die Zeitung „Volkswille“ heraus. Mit der Fusionierung beider Parteien zur Sozialistischen Einheitspartei im Jahr 1946, wurden diese Zeitungen eingestellt und durch die Zeitung „Märkische Volksstimme“ ersetzt. Nach der Abwicklung des Landes Brandenburg und der Gründung des Bezirkes Frankfurt (Oder) im Jahr 1952 endete das Erscheinen der Märkischen Volkstimme. Sie wurde durch die Zeitung „Neuer Tag“, zunächst als „Heimatzeitung für die Stadt Frankfurt (Oder) – Organ der Bezirksleitung der SED“, abgelöst. Im Zuge der Friedlichen Revolution wurde die Zeitung politisch unabhängig und schließlich privatisiert. Seit 1990 erscheint sie als „Märkische Oderzeitung“ mit dem Lokalteil „Frankfurter Stadtbote“.




